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Der zweite Harry Potter-Band auf Luxemburgisch!
Den zweete Band vum Harry Potter op Lëtzebuergesch!

Joanne K. Rowling

 

 

Neuerscheinung (seit 01.12.2014 im Handel)

Den Harry Potter an dem Salazar säi Sall
An d’Lëtzebuergescht iwwersat vum Florence Berg a vum Guy Berg

Kairos Edition, Luxembourg, 2014. – 389 S.
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ISBN 978-2-919771-19-6
€ 33.00
 

 


Nachdem Harry Potter sein erstes Jahr in Hogwarts bestanden und die Sommerferien bei seinen Verwandten, den Dursleys, verbracht hat, gelingt es ihm und seinem Freund Ron nur mit äußerster Mühe, in die Schule für Hexerei zurückzukehren. Dort passieren so fürchterliche und unerklärliche Dinge, dass Hogwarts kurz davor steht, seine Türen für immer schließen zu müssen. Lesen Sie auf Luxemburgisch, wie es Harry Potter und seinen Freunden gelingt, die drohende Gefahr in letzter Minute abzuwenden!

   

 

Die zweite Auflage ist seit Dezember 2014 im Handel!
Harry Potter an den Alchimistesteen ist wieder da!

Joanne K. Rowling

Joanne K. Rowling
Den Harry Potter an den Alchimistesteen.
An d’Lëtzebuergescht iwwersat vum Florence Berg.

Kairos Edition, Luxembourg, 2014 (erste Auflage 2009).
349 S., Softcover

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ISBN 978-2-919771-18-9
€ 21.00
 

 

 

Harry Potter hatte immer geglaubt, er wäre ein normaler Junge. Aber an seinem elften Geburtstag erfährt er das Unglaubliche: Weil er ein Zauberer ist, soll er ab sofort die Schule für Hexerei besuchen. Das erste Jahr in dieser ungewöhnlichen Schule mit Kämpfen gegen Fabelwesen, Mitschüler und dunkle Mächte wird zum aufregendsten Abenteuer seines bisherigen Lebens.
Nachdem die Geschichte des Harry Potter schon zahllose Kinder, Jugendliche und Erwachsene in mehr als 60 Sprachen der Welt begeisterte, macht die Kairos Edition Joanne K. Rowlings Klassiker der Jugendliteratur nun auf Luxemburgisch zugänglich.

»Tiefenpsychologen glauben in den Potter-Bänden den Mythos vom göttlichen Kind zu finden. Politikwissenschaftler sehen die britische Klassengesellschaft gespiegelt in der Zauberwelt. Literaturexperten schwärmen wahlweise von Detektivgeschichte, Fantasy-Story und modernem Bildungsroman. Ist schon recht. Die weltweite Pottermanie wird noch vielen gelehrten Stoff bieten.«
Sächsische Zeitung

»Joanne K. Rowling steht in der Tradition der großen englischen Kinderbuchklassiker: Autoren wie Lewis Carroll (Alice im Wunderland), A. A. Milne (Pu, der Bär), Kenneth Grahame (Wind in den Weiden) und Edith Nesbit (Die Schatzsucher) zeichneten sich dadurch aus, dass sie für Kinder nicht “gleichsam in Kniebeuge” schrieben, wie Erich Kästner es spöttisch seinen deutschen Kollegen vorgeworfen hat.«
Die Zeit

   

Neuerscheinung - Mai 2014
Lama Anagarika Govinda: Initiation. Vorbereitung, Praxis, Wirkung

Herausgegeben von Birgit Zotz

„Mein Weg war der Weg der Siddhas: der Weg individueller Erfahrung und Verantwortung, inspiriert durch die unmittelbare Übertragung eines geistigen Impulses im Akt der Initiation.“

Seit Lama Govinda 1931 seine erste tantrische Einweihung durch einen tibetischen Mystiker empfing, spielte die Praxis der Initiation nicht nur für seinen persönlichen Weg eine bedeutende Rolle.

Intensiv ging er auch der Frage nach, wie man modernen Menschen alte Mysterien erschließen kann.

"Initiation eines wirklichen Guru ist jenseits aller Unterschiede von Sekten und Glaubensformen: es ist das Erwachen zu unserer eigenen inneren Wirklichkeit."


Lama Anagarika Govinda (1898-1985), ursprünglich Ernst Lothar Hoffmann, war buddhistischer Mystiker, Schriftsteller und Maler, dessen Buch Der Weg der weißen Wolken zu den modernen Klassikern der Reiseliteratur zählt. Seit Govinda 1931 von seinem tibetischen Lehrer Ngawang Kalzang tantrische Initiationen empfing, beschäftigte ihn das Thema der tantrischen Einweihung und ihrer inneren Beziehungen zu den antiken Mysterien des Westens.

"Das Bewusstsein der Polarität des Männlichen und Weiblichen, des Himmels und der Erde, des Lichts und der Dunkelheit, des Aktiven und des Passiven gehört mit der ihr innewohnenden Ganzheit zum Wesen der Einweihung."


Lama Anagarika Govinda



Birgit Zotz


Die Herausgeberin versah das Buch mt einer ausführlichen Einleitung: "Govindas Erleben der Initiation speiste sich hauptsächlich aus drei Quellen, einem von der deutschen Romantik geprägten Verständnis der Mysterien, seine persönlichen Erfahrungen mit tibetischen Mystikern und einer Beschäftigung mit der indischen Überlieferung des Tantra."

Lama Anagarika Govinda
Initiation. Vorbereitung, Praxis, Wirkung
Herausgegeben von Birgit Zotz
Kairos Edition 2014 | 108 Seiten

ISBN 9782919771073
€ 9.90
 

 

 

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Dezember 2013 - E-Book erschienen
Mit dem Buddha der Zukunft. Leitmotive des Arya Maitreya Mandala

Im Dezember 2013 erschien eine E-Book Ausgabe der im September bei Kairos Edition produzierten Schrift Leitmotive des Arya Maitreya Mandala

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„Mit dem Buddha der Zukunft“ lässt sich schon heute ein inspiriertes Leben führen. In der Gegenwart mit einem Zukünftigen unterwegs zu sein, erscheint paradox. Doch es gelingt jenen, die in die Sphäre des Arya Maitreya Mandala traten. Dies lässt sich mit herkömmlichen Kategorien schwer fassen, gelingt jedoch auf einem Weg des Tantra und der Auseinandersetzung mit der Philosophie, Ethik und Meditation des Buddhismus. Eröffnet wurde dieser Weg durch den Gelehrten, Maler und Mystiker Ernst-Lothar Hoffmann (1898-1985), der unter seinem indischen Namen Lama Anagarika Govinda bekannt wurde. Der Autor Volker Zotz war seit 1972 ein Schüler Lama Anagarika Govindas.

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Mai 2013 - Eine Festschrift für Armin Gottmann
Schnittstellen. Buddhistische Begegnungen mit Schamanismus und westlicher Kultur

Herausgegeben von Volker Zotz

Am 26. Mai 2013 begeht der Mediziner, Yogaforscher und Psychotherapeut Armin Gottmann seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlass legt die Kairos Edition als Festschrift den von Volker Zotz herausgegebenen Band Schnittstellen vor.

In seiner Einführung zu den von acht Fachautoren verfassten Beiträgen schreibt der Herausgeber: „Im Sinn von Grenzflächen, die zugleich Orte des Kommunizierens sind, soll der Titel Schnittstellen verstanden werden. Es geht um Interaktionsprozesse eines als Bewegung aufgefassten Buddhismus mit anderen Sphären, um Befruchtungen und Einwirkungen. Dabei konzentriert sich der vorliegende Band exemplarisch auf buddhistische Begegnungen mit dem Schamanismus und der westlichen Kultur.“

Der niederländische Psychologe und Indologe Robert Janssen widmet seinen Beitrag inhaltlichen und historischen Beziehungen von Schamanismus, Yoga und Buddhismus. Die Wiener Ethnologin Veronica Futterknecht beleuchtet auf Grundlage ihrer Feldforschungen die Situation in Burma, wo der Geisterglaube und die Alchemie eng mit dem Buddhismus verknüpft sind. Mit der Wirkung des Orakelkults auf europäische Reisende in Tibet beschäftigt sich die österreichische Kultur- und Sozialanthropologin Birgit Zotz. Der japanische Literaturwissenschaftler Yukio Kotani denkt über westliche Interpretationen der buddhistisch inspirierten Lyrik seines Landes nach, wobei er vom Vergleich der Dichter Bashô und Goethe ausgeht. Das Problem der Authentizität im Hinblick auf die europäische Rezeption des Buddhismus reflektiert der Ethnologe und Schriftsteller Heinz Pusitz. Der Anglist Karl Neumann untersucht die Bedeutung buddhistischer Lehren im Werk des amerikanischen Literaten Jack Kerouac. Mit den Anfängen des Interesses für den Vajrayâna-Buddhismus in Europa befasst sich ein historischer Beitrag von Volker Zotz.

Der Herausgeber nennt Armin Gottmann, dem das Buch gewidmet ist, einleitend einen „Grenzgänger zwischen Indien und Europa, dem Buddhismus und abendländischer Kultur, der Medizin westlicher Tradition und klassischen Heilweisen des Yoga.“ Mit der Biografie Armin Gottmanns, der seit 1999 das von Lama Anagarika Govinda gegründete Arya Maitreya Mandala leitet, beschäftigt sich ein Beitrag von Birgit Zotz. Eine kommentierte Bibliografie seiner Arbeiten steuerte die Indologin und Kunsthistorikerin Renate Huf zu dem Buch bei.


Schnittstellen. Buddhistische Begegnungen mit Schamanismus und westlicher Kultur
Festschrift für Armin Gottmann

Herausgegeben von Volker Zotz
184 Seiten

ISBN 978-2-919771-04-2
€ 22.90
 

 

 

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Armin Gottmann

 

 

 

Ein bislang unbekanntes Werk von Valentin Tomberg:
Innere Gewissheit.
Über den Weg, die Wahrheit und das Leben

Valentin Tomberg

In den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts meditierte der durch sein anonym erschienenes Hauptwerk Die großen Arcana des Tarot bekannte Mystiker Valentin Tomberg (1990-1973) über eine bedeutende Frage: Was schenkt dem Einzelnen wahre innere Sicherheit über letzte Probleme der Menschheit?

Tomberg begann zu diesem Thema an einem Text zu arbeiten, den er zu diesem Zeitpunkt als wichtigstes Werk seines Lebens sah. Es ging ihm um nichts Geringeres als sichere Erkenntnisse über den Ursprung und das Ziel des Universums, die in ihm herrschende Prinzipien, das Wesen der Menschen und seine Bestimmung über den Tod hinaus. Tomberg war klar, dass eine solche Sicherheit nicht aus eindimensionalen Antworten kommt. „Denn das größte Maß der persönlichen Gewissheit hat man dann, wenn das logische Denken dazu ‚ja’ sagt; wenn das moralische Urteil, oder das Gewissen, dazu ‚ja’ sagt; wenn die gesamte innere und äußere Erfahrung dazu ‚ja’ sagt; wenn das ästhetische Urteil, der Schönheitssinn, dazu ‚ja’ sagt; wenn der leibliche und geistige Gesundheitssinn dazu ‚ja’ sagt, und wenn es auch von ernsten, klar denkenden, ehrlichen und ausgeglichenen Menschen der Gegenwart und der Vergangenheit, die man mit Grund achtet, anerkannt oder vertreten wird.“

 

Friederike Migneco und Volker Zotz haben diesen bislang unbekannten Versuch Tombergs über die innere Gewissheit, dessen Original sich im Archiv des Klosters Himmerod befindet, erstmals herausgegeben, eingeleitet und mit Kommentaren versehen.
In ihrer Einleitung gehen sie auf Besonderheiten der Methode Tombergs ein, die Erkenntnisse im Meditieren über Symbole sucht: „Soll ein Denken wahrhaft weit werden, darf es sich nicht auf Worte mit bestimmten Bedeutungen beschränken. Solches Fixieren engt die zu erwartenden Erkenntnisse auf den Radius zuvor akzeptierter Definitionen ein. Möchte man reflektierend tatsächlich den so genannten letzten Dingen gerecht werden, muss man sich freier und offener Medien bedienen. Statt eindeutiger Begriffe, die Objekte des Nachdenkens auf jeweils eine Bedeutung festlegen und so scheinbar beherrschbar machen, bedarf es eines weiten Reflektierens der Symbole, die in ihrer Deutung nie voll auszuschöpfen sind. Für Tomberg bieten sie das einzig geeignete Mittel, um persönliche Gewissheit auszudrücken und mitzuteilen.“


Den letzten Teil des Buchs bildet eine Studie von Volker Zotz zum Thema „Tomberg und der Buddhismus“, die sich den vielfältigen geistigen Beziehungen des baltischen Mystikers zur ältesten Weltreligion widmet. Friederike Migneco und Volker Zotz setzen mit der Herausgabe dieses Buchs ihr gemeinsames Arbeiten über Valentin Tomberg fort. Bereits 2007 legten sie in der Kairos Edition aus seinem Nachlass das Buch Der wandernde Narr. Die Liebe und ihre Symbole vor.

Valentin Tomberg
Innere Gewissheit. Über den Weg, die Wahrheit und das Leben

Herausgegeben von Friederike Migneco und Volker Zotz
Mit einer Studie "Tomberg und der Buddhismus" von Volker Zotz
260 Seiten

ISBN 978-2-919771-004
€ 24.00
 

 

 

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Valentin Tomberg

 

 

 

Richard Anders
25. April 1928 – 24. Juni 2012

25. Juni 2012. Der deutsche Schriftsteller Richard Anders ist tot. Er war einer der letzten Lebenden, die mit dem Segen André Bretons der legendären Pariser Gruppe der Surrealisten angehörten. Doch lebte sein vielfältiges lyrisches, erzählendes und essayistisches Werk von geistigen Kontakten, die weit über surrealistische Kreise hinausgingen. Unter den Dialogpartnern, mit denen Richard Anders intensiven Austausch pflegte, finden sich Hans Henny Jahnn, Henry Miller und Peter Rühmkorf.

Das erste 2004 von der Kairos Edition produzierte Buch stammte aus der Feder von Richard Anders: Klackamusa. Zwischen preußischer Kindheit und Surrealismus. Diese als „(K)ein Roman“ bezeichnete autobiografische Schrift zeigte den Autor als Menschen, der immer wieder Grenzen überschritt. Dies betraf Schranken zwischen literarischen Gattungen ebenso wie solche zwischen den Kulturen und zwischen unterschiedlichen Ebenen des Bewusstseins. Diese Haltung war programmatisch für das Verlagsprogramm.

Richard Anders schrieb 1988 über sein literarisches Verfahren: „Irgendwann – weiß der Kuckuck vor wieviel Jahren – träumte ich, am Morgen auf meinem Nachttisch ein kleines graues Buch zu finden. Ich blätterte darin. Es war die erste Sammlung meiner Gedichte. Sie waren von mir, aber ich hatte sie nie geschrieben. In einem anderen Traum ging ich in dem Gedichtband umher wie in einem Haus: Jede Seite ein neues Zimmer, das eine Überraschung für mich bereithielt. Zwei Glücksträume. Seither langweilt es mich, eindeutig über das zu schreiben, was ich schon weiß. Lieber lasse ich mich von meinen Sätzen dorthin führen, wo Bedeutungen noch nicht fixiert sind und wo meine vermessende Absicht ihre Fähnchen noch nicht eingesteckt hat.“

Zur Kairos Edition kam Richard Anders über Volker Zotz. Beide waren freundschaftlich verbunden, nachdem Zotz 1990 eine Biografie André Bretons veröffentlicht hatte. Ein Jahr nach Klackamusa erschien in der Kairos Edition dann ein weiteres autobiografisches Werk von Richard Anders: Mit Gita in Indien (2005) schildert eine komisch-tragische Liebesgeschichte, deren Höhepunkte im Ashram des Sai Baba in Andhra Pradesh angesiedelt sind. - Die Kairos Edition wird ihrem ersten Autor, der in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni im Wenckebach-Klinikum in Berlin verstarb, ein treues Andenken bewahren.

Birgit Zotz

 

 

IN MEMORIAM

Prof. Dr. Wilhelm Maas (1937-2012)

Wir trauern um unseren lieben Freund Wilhelm Maria Maas, der am Abend des 21. Mai 2012 völlig unerwartet verstarb. Noch am Vortag hatte er im Rahmen des Arbeitskreises für zisterziensische Spiritualität im Kloster Himmerod über Thomas Mertons Einsichten zur Sophiologie referiert.

Wilhelm Maas promovierte 1974 an der Theologischen Fakultät Paderborn bei Heribert Mühlen mit der Studie Unveränderlichkeit Gottes, in der er das Verhältnis des Gottesbildes griechischer Philosophen zum christlichen Verständnis untersuchte. Heribert Mühlen blieb er bis zu dessen Tod 2006 verbunden. Mühlens Denken wollte die abendländische Orientierung auf das Subjekt in eine Wir-Philosophie integrieren. Wilhelm Maas gab aus dem Nachlass seines Lehrers 2008 den Band Im-Wir-sein heraus.

Ein derart auf das Wir orientiertes Denken wird, wie Wilhelm Maas schrieb, von einem „radikal inkludierenden Charakter“ bestimmt. In diesem Geist wirkte unser verstorbener Freund als Brückenbauer, dessen philosophische und spirituelle Heimat zwar Zentren kannte, aber keine Grenzen. Er war tief in der katholischen Theologie verwurzelt, wobei er sich seinem langjährigen Mentor Hans Urs von Balthasar theologisch-methodisch besonders nahe fühlte. Er vollzog eine intensive Begegnung mit dem Islam, den er unter anderem während mehrerer in Ägypten verbrachter Jahre studierte. Gründlich setzte er sich mit der Anthroposophie auseinander. Keine der großen Traditionen der Menschheit war Wilhelm Maas fremd.

Reich wie sein Denken waren seine Arbeitsfelder. Er hatte als Leiter des Theologischen Zentrums der Universität Kassel gewirkt, wo er Professor für Systematische Theologie war; er betätigte sich als reger Publizist und Islamforscher; er war ein geschätzter Lehrer, Vortragsredner und Autor. Aus dem beachtlichen literarischen Werk, das er hinterlässt, seien nur wenige Bücher genannt: Gott und die Hölle. Studien zum Descensus Christi (1979), Arabismus, Islam, Christentum (1991), Hölle – Abgrund der Existenz? (1999), Im Namen des barmherzigen Gottes? (2006).

Am Kloster Himmerod wirkte Wilhelm Maas im Arbeitskreis für zisterziensische Spiritualität bis zu seinem Tod dafür, eine weiblich akzentuierte Ökotheologie im Geist von Alanus ab Insulis und Thomas Merton fruchtbar zu machen. Über lange Zeit brachte er an diesem Kloster einer Studiengruppe das Werk des Mystikers Valentin Tomberg nahe, mit dem er sich über zwölf Jahre auseinandersetzte.

Freigiebig und immer gerne teilte Wilhelm Maas seine Erkenntnisse mit anderen. Wer ihm näher begegnete, profitierte von seinem umfassenden Wissen wie von seinen theologischen, philosophischen und spirituellen Einsichten. Wir durften unsagbar viel von ihm lernen. Der Kairos Edition fühlte sich Wilhelm Maas seit ihrer Gründung verbunden und beteiligte sich an ihren Aktivitäten. Stets erweis sich sein Rat als richtungweisend und wertvoll. An den Büchern Totus tuus (3. Auflage 2012) und Der wandernde Narr (2007) war er als Autor und Übersetzer unmittelbar beteiligt.

In Himmerod, dessen Zisterzienserkloster er so tief verbunden war, findet Wilhelm Maas seine letzte Ruhe. „Hic est vere Claustrum Beatae Mariae Virginis,“ hatte Bernhard von Clairvaux über diesen Ort seiner Klostergründung gesagt: „Hier ist wahrhaft der Schoß der seligen Jungfrau Maria.“ – Wir verneigen uns in Dankbarkeit vor einem Freund, der das Leben vieler Menschen bereicherte.

Volker Zotz

 

 

Eine literarische Entdeckung 40 Jahre nach seinem Tod: Giuseppe Pulvirenti Dottori

Scritti
Giuseppe Pulvirenti Dottori
a cura di Gaetano Migneco


Gemeinsam mit dem sizilianischen Verlag Scrinium Editrice in Catania gelang der Luxemburger Kairos Edition 2010 die Entdeckung eines unbekannten Meisters der Literatur Siziliens: Giuseppe Pulvirenti Dottori (1911-1970). Dieser Literat suchte bewusst nicht die Öffentlichkeit. Appunti per una biografia di Annonciade, was Zeitgenossen, die es lesen durften, als sein Hauptwerk betrachteten, ließ er zu Lebzeiten nicht erscheinen. Das Manuskript ging nach seinem Tod verloren. Die Inspiration zu vielen seiner Texte war Pulvirenti Dottoris Liebe zu Gertrud Gurvitch von Seyn („Trudi“). Durch den frühen Tod der Geliebten endete diese Beziehung tragisch.
Der Band Scritti vereint meisterhafte Prosa wie Capitolo su Trudi und Notte di luglio con Annaliese mit lyrischen Kostbarkeiten wie Cantata alla Viera und einem französischen Sonett Pulvirenti Dottoris.

Der Herausgeber Gaetano Migneco, der diesen Band auch einleitet, würdigt damit 40 Jahre nach dessen Tod einen großen Unentdeckten der sizilianischen Literatur. Die Einleitung und Texte dieses Bandes sind mit Ausnahme des französischen Sonetts in italienischer Sprache wiedergegeben.

“Bisognerebbe chiudere con filo spinato questi anni cristallini; lasciarvi un unico accesso; situarvi Adamastor ...”; sorrideva tremula, d’un sorriso fuso sospeso. Poi scoprìi che lo sguardo le luceva; che il vestito a una spalla era lucido come lo sguardo.

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Scritti
Giuseppe Pulvirenti Dottori
a cura di Gaetano Migneco

Scrinium Editrice / Kairos Edition, 2010
38 Seiten, 4 Abbildungen

ISBN 978-2-919771-02-8
€ 7.00
ISBN 978-88-86554-12-1 (Italien)


 


Die Suche nach einem sozialen Buddhismus
Friedrich Fenzl und Jôdo Shinshû

Volker Zotz

Der Begriff des „engagierten Buddhismus“ wurde durch das soziale Wirken des Mönchs Thich Nhat Hanh während des Vietnam-Krieges bekannt. Für engagierte Buddhisten schließt ihre spirituelle Praxis die liebende Tat ein, etwa eine aktive Hilfeleistung für leidende Menschen, den Einsatz für die Linderung gesellschaftlicher Probleme und für die bedrohte Natur. Ein bedeutender europäischer Pionier des engagierten Buddhismus ist der Österreicher Friedrich Fenzl. Seit seiner Jugend eng mit der Lehre des Buddha verbunden, studierte er in Japan die Schule vom Reinen Land (Jôdo Shinshû), die er als Anleitung zur praktischen Mitmenschlichkeit interpretierte.

 

Der Kultur- und Religionswissenschaftler Volker Zotz zeichnet in diesem Buch ein Portrait Fenzls, das neben einer biographischen Skizze seine Beiträge zu einer buddhistischen Sozialethik würdigt und sein Wirken in die Geschichte der westlichen Beschäftigung mit dem Buddhismus einbettet. Zudem gewinnt der Leser Einblicke in die Lehren der buddhistischen Schule vom Reinen Land in Japan und deren Rezeption in Europa.

Herausgegeben wurde dieses Buch von Kurt Krammer, dem Leiter des Buddhistischen Religionspädagogischen Instituts in Salzburg aus Anlass des 75. Geburtstages von Friedrich Fenzl.

„Friedrich Fenzl befürchtete, der Buddhismus könnte in Europa zum Wellness-Angebot verkommen, wenn die Kontemplation zum Erzeugen schöner Gefühle dient und nicht den Weg zur Tat findet. Das von Buddhisten viel beschworene ‚Loslassen’ bezog sich für ihn auf den Egoismus und von diesem ausgehende Versuchungen, nicht auf die soziale Verantwortung.“ (Volker Zotz: Die Suche nach einem sozialen Buddhismus. Kairos Edition Luxemburg 2007, S. 61)

ISBN-10 2-9599829-6-7
ISBN-13 978-2-9599829-6-7

 

Le Mat itinérant - Der wandernde Narr
L'amour et ses symboles, une méditation chrétienne sur le Tarot
Die Liebe und ihre Symbole - Eine christliche Tarot-Meditation

Valentin Tomberg

März 2007: In der KairosEdition erschien in deutscher und französischer Sprache die Originalausgabe eines bedeutenden Schlüsseltextes zur christlichen Kontemplation vor.

Valentin Tomberg (1900-1973), den Hans Urs von Balthasar als "Denker und Beter von bezwingender Lauterkeit" bezeichnete, galt an Mystik und Spiritualität Interessierten lange als Geheimtipp. Sein Name blieb weiteren Kreisen unbekannt, weil der Autor in seinem berühmtesten Buch Die Großen Arkana des Tarot: Meditationen (Herder Verlag) als "Anonymus d'outre tombe" - "Namenloser jenseits des Grabes" - ganz hinter dem Werk zurücktrat. Von der französischen und russischen Hermetik hatte Tomberg über die Anthroposophie zum Katholizismus gefunden. Zudem vollzog er intensive Begegnungen mit der Ostkirche und asiatischen Religionen. Dieses beachtliche Spektrum ermöglicht seiner tief im Christlichen verwurzelten Bildsprache eine seltene Offenheit und Weite.

Die im neuen Buch der KairosEdition erstmals veröffentlichten christlichen Tarot-Meditationen über die Liebe und ihre Symbole entstanden wahrscheinlich zwischen 1955 und 1957. Sie bilden nicht nur den Keim für Tombergs monumentales Tarot-Werk, sondern sind in sich ein wesentlicher Beitrag zur Erneuerung der kontemplativen Tradition des Christentums.
Das Buch gibt den französischen Urtext mit einer einfühlsamen deutschen Übersetzung des Theologen Wilhelm Maas wieder. Friederike Migneco und Volker Zotz, die Herausgeber des Bandes, führen in einem einleitenden Beitrag in den Text ein.

"Der Verrückte ist der dem Himmel Gehorsame; denn alles ist Magie: Wer Gartenpflege betreibt, kann ein magisches Werk von größerer Bedeutung tun als derjenige, der die sieben Planetengeister beschwört. Es kann also genügen zu gehen, damit der Himmel aktiv gegenwärtig sei." (Valentin Tomberg: Der wandernde Narr. Kairos Edition, Luxembourg 2007)

ISBN-10 2-9599829-5-9
ISBN-13 978-2-9599829-5-8
EAN 9782959982958


Valentin Tomberg